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Kollektor & Montage

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2 - Solarkollektoren - Die Montage am Haus

Nachdem Sie nun die wichtigsten Parameter kennengelernt haben, möchten wir nun zur eigentlichen Planung übergehen.

Beginnen möchten wir mit der Auswahl der Solarkollektoren und der Einbindung einer Solaranlage in Ihr Gebäude:

Auswahl der Kollektoren

Wichtigste Frage wäre vorerst, wofür die Kollektoren benötigt werden.
Wir unterteilen hier in drei Bereiche:

1. Schwimmbaderwärmung

Für die Erwärmung des Schwimmbades reichen normalerweise einfache Absorbermatten aus - vergleichbar mit dem Effekt, einen schwarzen Schlauch einfach in die Sonne zu legen. Das Wasser im Schlauch heizt sich schnell auf. Absorbermatten bestehen aus schwarzem Kunststoff und werden ebenfalls einfach mit dem Schwimmbadwasser durchströmt.

2. Trinkwassererwärmung
Hier sind Flachkollektoren sinnvoll. Diese Solarkollektoren bestehen meist aus dem Absorber, einem Kupferblech dessen Unterseite mit Röhren durchzogen ist, in welchen die Flüssigkeit erwärmt wird. Die Oberseite wird geschwärzt und mit speziellen Beschichtungen versehen. Diese Beschichtungen sorgen dafür, dass der größte Teil der Sonnenwärme (95%) absorbiert wird.
Der Absorber wird in ein Gehäuse eingeschlossen, so wie mit Wärmedämmung und einer tranparenten Abdeckung versehen. Die tranparente Abdeckung besteht normalerweise aus bruchfestem, sehr eisenarmen und damit lichtdurchlässigem Glas.

3. Trinkwassererwärmung & Heizungsunterstützung
Soll Ihre Solaranlage zusätzlich die Heizung unterstützen sind entweder hochwertige Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren sinnvoll.
Da bei Flachkollektoren zwischen Absober und transparenter Abdeckscheibe noch Luft vorhanden ist kann hier durch Luftzirkulation in diesem Zwischenraum Wärme verloren gehen. Außerdem geht ein Teil der Wärme durch Wärmeleitung verloren - dass heißt durch Weiterleitung der Wärme as die Außenflächen des Kollektors.
Bei den Vakuumröhrenkollektoren werden diese Wärmeverluste ausgeschlossen, da die Leitungen mit dem Wärmeträger (der Flüssigkeit die heiß werden soll) in einem Vakuum gelagert werden. Dieser luftleere Zwischenraum verhindert den Großteil des Wärmeverlustes durch Konvektion (Zirkulation der Luft) und Wärmeleitung.

Außerdem ist zu beachten, dass Vakuumröhrenkollektoren den größten Ertrag bieten und somit sehr gut bei kleiner Dachfläche verwendet werden können, da sie selbst hier noch genug Wärme liefern.


Solarkollektoren Einbindung in Ihr Haus

Bei Neubau eines Hauses können direkt die genannten Faktoren wie Ausrichtung, Neigung des Daches, Dachfläche, Rohrleitungen und Isolierung des Hauses berücksichtigt werden.
Des weiteren sollte darauf geachtet werden, dass Ihr Dach nicht von Bäumen oder Ähnlichem verschattet wird.

Bei der Nachrüstung eines bestehenden Gebäudes mit einer Solaranlage stößt man mitunter auf ein paar mehr Schwierigkeiten, welche jedoch im Allgemeinen gelöst werden können.

Hierzu gehören:

Problem:
Die Neigung oder Ausrichtung Ihres Daches ist nicht optimal oder es besteht eine Verschattung...

Lösung:
Dies kann im Allgemeinen mit einer etwas größeren Kollektorfläche einfach gelöst werden

Problem:
Dachfenster oder Gauben sind im Weg...

Lösung:
Es können mehrere Solarkollektoren bzw. Kollektorfelder angelegt werden, was natürlich mehr Aufwand in der Installation bedeutet.

Problem:
Es muss der Kollektorkreis - also die Leitungen - durch bewohnte Räume verlegt werden!

Lösung:
Möglicherweise ist ein freier Schornsteineinzug vorhanden? Oder man weicht auf das Treppenhaus oder die Außenwand aus.

Montage der Solarkollektoren

Man unterscheidet vier Montagearten:

* Aufdachmontage
* Indachmontage
* Freiaufstellung
* Fassadenmontage

Bevor Sie sich für eine Möglichkeit entscheiden, überprüfen Sie unbedingt auch das Dach! Muss das Dach in naher Zukunft saniert werden, so empfiehlt es sich, dies vor der Montage der Kollektoren zu tun, um eine Demontage bei der Dachsanierung zu vermeiden.

Weiter sollten die verwendeten Materialien zusammen passen.
Einige Materialkombinationen können zu Korrosionsproblemen führen (z.B. Kupfer & Zink).

Ausserdem muss die Konstruktion / die montierten Solarkollektoren gegen die Wetterbedingungen bzw. Umwelteinflüsse beständig sein. Über 20 Jahre sollte die Anlage mit folgenden Dingen zurechtkommen:

* Vogelfraß (wichtig bei Leitungen und Anschlüssen)
* UV-Strahlung
* Regen, Schnee
* Temperaturschwankungen im Jahr

Nun zu den Montagearten:



* Aufdachmonatge:

Eine Trägerkonstruktion wird mit dem Dach an einigen Stellen verbunden. Auf dieses Gerüst werden die Kollektoren montiert.

Vorteile: günstige Variante, geringer Montageaufwand
Nachteile: optisch weniger ansprechend



* Indachmontage:

Hierbei werden die Kollektoren in das Dach integriert. Dies geschieht ähnlich einem Dachfenster und ist die Methode, welche am aufwendigsten ist. Wird das Dach sowieso neu gedeckt, ersetzen die Solarkollektoren die benötigte Dacheindeckung bzw. die Dachziegel.

Vorteile: optisch ansprechend
Nachteile: teuerste Variante, meist ist eine bestimmte Dachneigung Voraussetzung, aufwendigste Variante



* Freiaufstellung - Flachdach

Auf der Freifläche oder dem Flachdach wird eine Aufständerung angebracht, auf welche die Solarkollektoren montiert sind. Zu beachten ist die größere Angriffsfläche für den Wind bei dieser Konstruktion.
Bei einem Flachdach muss außerdem gewährleistet sein, dass Ihr Dach der statischen Belastung standhält.
Die Aufständerung auf dem Dach kann entweder durch Betongewichte stabilisiert werden oder direkt in das Dach verschraubt werden. Wichtig hierbei ist den Dachdecker zu Rate zu ziehen um die korrekte Montage bei gleichzeitiger Dichtigkeit des Daches zu gewährleisten.

Vorteile: optimaler Winkel wird eingestellt, ungenutzte Flächen werden sinnvoll erschlossen

Nachteile: Komplikationen bei Monatge der Aufständerung



* Fassadenmontage

Befestigung an der südlichen Hauswand.
Entweder als senkrechte Integration in die Fassade, oder mit Hilfe einer dreieckskonstruktion so an der Fassade befestigt, dass der optimale Neigungswinkel erreicht wird.

Im nächsten Schritt erfahren Sie mehr über die Auswahl des Speichers.

Weiter zu 'Auswahl des Speichers' >>

 

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