Betrieb und Wartung einer Solaranlage
Als erstes möchten wir direkt auf die Wartung Ihrer Solaranlage eingehen. Die Solaranlage hat eine Lebensdauer von 20 Jahren und länger. Selber muss von Ihnen im Grunde genommen nicht an der Anlage herumgearbeitet werden.
Wartung der Solaranlage
Zur Sicherheit sollte jedoch ein Wartungsvertrag abgeschlossen sein, so dass Ihr Handwerker alle ein bis zwei Jahre für 30 bis 50,00 € die Anlage überprüft. Geprüft wird:
* Allgemeiner Zustand der Solaranlage
* Zustand der Opferanode sofern vorhanden
* Ob Luft im System ist
* Zustand des Wärmeträgers - ist Frostsicherheit gegeben?
* Sind die Wärmetauscher verkalkt?
Betrieb der Solaranlage
Im folgenden möchten wir einige Fragen klären, die bezüglich des Betriebs Ihrer Anlage bestimmt für Sie interessant sein werden:
Müssen die Kollektoren auf dem Dach geputzt werden?
Nein! Test haben ergeben, dass selbst bei Anlagen, die schon 16 Jahre in Betrieb waren nur 1% schlechtere Lichtdurchlässigkeit durch die Scheiben der Kollektoren festgestellt wurde.
Nur wenn Sie in einer Gegend mit äußerst hoher Luftverschmutzung liegen (z.B. Autobahn, Diesellokverkehr..) dann kann eine Reinigung der Kollektoren sinnvoll sein, jedoch nur wenn dies nicht Ihre eigene Sicherheit gefährdet!
Die Kollektoren sind von Innen beschlagen - ist das schlimm?
Ein Dunstfilm tritt aufgrund von Tempraturunterschieden im Kollektor und der Außenluft auf. Insbesondere geschieht dies am frühen Morgen (oft im unteren Drittel des Kollektors).
Sollte der Dunstfilm nicht im Laufe des Vormittages verschwinden, oder jeden Tag vorzufinden sein, so ist möglicherweise der Kollektor undicht. Benachrichtigen Sie in diesem Fall Ihren Handwerker!
Habe ich bei Besuch genug warmes Wasser?
Ja. Sollte zu wenig warmes Wasser im Speicher sein, dann wird das zusätzlich benötigte "kühlere" Wasser durch Ihre Nachheizung wieder erhitzt, wie es nötig ist.
Haben Sie die Nachheizung im Sommer ausgeschaltet und bekommen Sie länger / mehr Besuch und damit höheren Warmwasserbedarf, so schalten Sie die Nachheizung des Wassers einfach für diese Zeit wieder ein!
Was passiert, wenn ich in den Urlaub fahre?
Lassen Sie in jedem Fall die Solarregelung eingeschaltet!
Sonst gibt es nicht zu beachten, da alle Anlagenteile so ausgelegt sind, dass die Anlage keinen Schaden nehmen kann, wenn kein warmes Wasser abgezapft wird.
Aber was passiert denn wenn die Anlage zu heiß wird?
Ist der Speicher heiß genug, dann wird der Wärmeträger nicht mehr durch die Kollektoren gepumpt und "steht still". Dies passiert auch wenn der Strom oder die Pumpe selber einmal ausfallen sollte.
Der Wärmeträger kann nun so heiß werden (durch die weitere Sonneneinstrahlung), dass er kocht und zu Dampf wird. Das Ausdehnungsgefäß der Solaranlage verhindert nun, dass Schaden entsteht. Das Gefäß nimmt das Volumen des Dampfes auf - und wenn die Anlage abkühlt gibt das Gefäß auch wieder das Volumen frei.
Sollte das Ausdehnungsgefäß richtig ausgelegt sein, wird das ganze "Dampfvolumen" aufgenommen. Ist das Gefäß zu klein entweicht etwas Druck über das Sicherheitsventil - hier muss möglicherweise später neuer Frostschutz (also Wärmeträger) in den Kreislauf gefüllt werden.
Und was geschieht bei Frost?
Platzen können die Leitungen nicht, da der Wärmeträger anstatt einzufrieren nur zu einem zähen Eisbrei wird (auch das erst unter -20°C). Ansonsten kann die Anlage auch bei Minusgraden Sonnenwärme benutzen um den Speicher zu erwärmen - wenn auch nur um einige Grad - aber man spart hier zumindest an der Nachheizung!
... auf der nächsten Seite informieren wir noch ein wenig über die Funktions- und Erfolgskontrolle Ihrer Solaranlage.
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